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Teamausflug nach München: Zwei Wahrzeichen des Leichtbaus
Am Freitag, den 19. Juni 2026, haben wir Stift und Bauhelm in Burghausen gelassen und sind gemeinsam nach München gefahren. Als Ingenieurbüro schauen wir bei Gebäuden ohnehin immer zweimal hin. In München durften wir gleich zwei besondere Wahrzeichen aus der Nähe erleben.
Erste Station war das Olympiastadion. Bei einer Führung standen wir unter dem berühmten Zeltdach von 1972, das bis heute als Meilenstein des modernen Leichtbaus gilt. Die gesamte Dachlandschaft ist eine vorgespannte Seilnetzkonstruktion. Sie umspannt rund 74.800 Quadratmeter und überdeckt nicht nur das Stadion, sondern auch Olympiahalle und Schwimmhalle samt der Wege dazwischen. Getragen wird das Ganze von 58 Stahlmasten und Trägern, von denen die höchsten bis zu 80 Meter aufragen. Große Spannweiten bei geringem Materialeinsatz. Genau das fasziniert uns an diesem Beruf bis heute.
Danach ging es weiter zur Allianz Arena. Ihre Hülle aus 2.784 rautenförmigen Folienkissen zählt zu den größten Membranfassaden der Welt. Die Folie aus ETFE ist nur 0,2 Millimeter dünn und lässt rund 93 Prozent des Lichts hindurch. Trotzdem überzieht sie die komplette Fassade. Ein leichter Luftüberdruck hält die Kissen in Form. Aus Folie und Luft wird ein Bauwerk. Leichter lässt sich kaum bauen.
Den Abend ließen wir bei gutem Essen und einer Vorstellung im GOP Varieté Theater ausklingen. Diesmal stand nicht das Bauen im Mittelpunkt, sondern Akrobatik, Musik und gute Gesellschaft. Danke an das ganze Team für einen rundum gelungenen Tag.